Sanierung Universitätsmensa in Baudenkmal mit Anbau

2016, Tübingen

Beschreibung

Die Universitätsmensa ist ein Baudenkmal aus dem Jahr 1966 von dem Berliner Architekten Baumgarten. Die Anforderungen an eine zeitgemäße Mensanutzung mit 4.000 Essen, erhebliche Mängel am Brandschutz des Bestandsgebäude und der zukünftig angrenzende Universitätsplatz machen einen Umbau, Sanierung und den Austausch des Funktionsbaukörpers mit den Küchennutzungen erforderlich.

Der Entwurf sieht eine Uminterpretation der Gebäudeorganisation zu der neuen städtebaulichen Position vor. Die Mensa erhält einen neuen Haupteingang zu dem Platz. Hier befindet sich der Infopoint, die Cafeteria, die Ausstellungslandschaft, der Zugang zu den Studierendenarbeitsplätzen und das großzügige Treppenhaus zur Speiseausgabe der Mensa im 1. Obergeschoß. Die neue Speiseausgabe erfolgt im Free- Flow und ergänzt die Speisesaallandschaft mit einem weiteren lichtdurchfluteten Saal. Die Speiserückgabe erfolgt nah an der historischen Treppe, welche direkt die Cafebar im Erdgeschoß erschließt.

Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble wird ergänzt mit einem neuen "Funktionsbaukörper, der die Küchen, Lager, Sozialräume und Technik beherbergt. Der Baukörper kommuniziert gestalterisch interpretativ zu dem Baudenkmal. Eine großzügige Befensterung setzt die Beziehung Innen- Außen und die Ablesbarkeit der Raumzusammenhänge weiter fort. Die bisher klare Gliederung von funktionsorientierten Baukörpern wird durch weitere Bausteine ersetzt. Die Passepartoutfassade vom Bestand wird im Neubau neu interpretiert. Eine graue Klinkerfassade wird in Schichtungen hergestellt. Die Funktionen des konstruktiven Tragens und des Schließen werden ablesbar voneinander aufgetragen. Die "Rückansicht" des neuen Anbaus zu der kleinteiligen Wohnstraße erhält eine Gliederung durch verschiedene verclusterte Bauteile. Die Ergeschoßzone erhält eine transparente Offenheit.

Bauherr

Vermögen und Bau Land Baden Württemberg, Amt Tübingen

Standort

Wilhelmstraße, Tübingen

Leistung

Projektskizze im Rahmen eines VgVerfahrens

Fertigstellung

2016

Nutzfläche

5.350m²