Betriebskindergarten

2017, Tübingen

Beschreibung

Ein Direktorenwohnhaus aus den 50er Jahren auf dem Max Planck Campus in Tübingen wird um einen eingeschossigen Anbau erweitert und umgebaut zu einer Kindertagesstätte für Kleinkinder von bis zu 3 Jahren.

Im Erdgeschoß befinden sich die differenziert konzipierten Spielräume für ein pädagogisch halboffenes Betreuungskonzept: Gruppenspielraum, Bewegungsraum, Kuschelraum, Spielraum, Werkraum, Zwergenraum, Kinderrestaurant und die Schlafräume. Im Obergeschoß befinden sich die Räume für die Erziehenden.

Der Anbau ist eingeschoßig in Holztafelbauweise um den masssiven zweigeschossigen Bestandsbau herum gewickelt. Sein begrüntes Dach ist eine mehrfach gefaltete und bewegte Dachlandschaft, die vom angrenzenden Institutsbau als "zweite Landschaft" vor der schwäbischen Alb in Erscheinung tritt. Die Dynamik der Decke schafft unterschiedliche Raumatmossphären- von hoch, licht und offen bis niedrig und geschützt. Die Landschaft bildet sich so sinnfällig im Innern ab und zieht sich in einer rosa Farbigkeit an der Deckenunterseite durch die Räume. Das Rosa geht mit dem Grün des Gartens und dem Blau des Himmels eine Symbiose ein. Das Materialkonzept ist im Übrigen zart in hellgrau und grau- grün gehalten.

Das Gebäude erhält eine einheitliche Fassade aus durchgefärbten Faserzementplatten, aus dem der Anbau kubisch hervortritt. Nur das Fugenbild differenziert diskret zwischen Alt- und Anbau. Das Umwicklungsmotiv vom Anbau wird mit einem durchlaufenden Band aus dezent abgestuften grünen Tafeln im Wechsel mit den Fenstern thematisiert.

Bauherr

Max- Planck- Gesellschaft Tübingen

Standort

Spemannstrasse, Tübingen

Leistung

Entwurf, Planung, Ausschreibung, Bauleitung

Fertigstellung

2017

Fotograf

Dietmar Strauß

Veröffentlichung

DEAR Illustrierte für Architektur und Design, Ausgabe 1/ 2018
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CUBE Magazin für Architektur, modernes Wohnen und Lebensart, Stuttgart 2/ 2018
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