Sanierung Gymnastikhalle und Büros Sportinstitut

2010, Tübingen

Beschreibung

Das Gebäude vom Institut für Sportwissenschaften in Tübingen wurde 1967 errichtet. Vier massive Baukörper mit unterschiedlichen Sporteinrichtungen wie Gymnastikhalle, Spielhalle, Schwimmhalle, Vortragssaal und Turnhalle sind um ein filigranes verglastes Atrium mit Garten organisiert. Der Baukörper steht auf einer großzügigen parkähnlichen Fläche mit integrierten Sportflächen am Fuße des Österbergs.

Die Baumaßnahme sieht die Sanierung der Schwimmhalle und der Gymnastikhalle vor. Die angrenzenden Büros der Lehrbeauftragten werden saniert und um einen Seminarraum ergänzt. Der Innenraum der Gymnastikhalle erfährt aufgrund seiner besonderen Atmosphäre eine behutsame Sanierung der Bauteiloberflächen. Die Gebäudetechnik wird mit Weitwurfdüsen diskret in den Raum eingefügt.

Der Baukörper ist ein Stahlskelettbau mit einer massiven Ausfachung von Waschbetonplatten. Die energetischen Anforderungen und der mangelhafte Zustand der Fassadenplattenunterkonstruktion haben eine vollflächige Fassadensanierung erforderlich gemacht. Das massive Baukörperbild wurde gestärkt und ein Wärmedämmverbundsystem aufgebracht. Die Anordnung der Fensterflächen erhielt hierdurch eine neuartige Einbindung in den Baukörper. Profilierungen in der Wandoberfläche und die Strukturierung der Fenstereinteilung reagieren auf die Neuinterpretation. Sichtbeziehungen in den Grünraum, zum Goldersbach und zum Österberg sind heraus gearbeitet. Die Gestalt der Gebäudehülle spielt mit der Geometrie der Gesamtanlage. Unterschiedlich farbig abgesetzte Putzfläche gehen spielerisch um die Baukörperecken herum. Diese Farbigkeit soll sukzessive im Gesamtkonzept um alle Bausteine des Instituts herumgeführt werden.

Bauherr

Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Tübingen

Standort

Wilhelmstrasse 124, Tübingen

Leistung

Entwurf, Planung, Ausschreibung, Bauleitung

Fertigstellung

Mai 2010

Nutzfläche

7.880 qm

Fotografie

Dietmar Strauß Bildermacher