Energetische Sanierung Friedrich-Miescher-Laboratorium

2009, Tübingen

Beschreibung

Das Friedrich-Miescher-Laboratorium wurde 1967/1968 errichtet. Im Rahmen des Konjunkturpaketes wurde die energetische Gebäudesanierung ermöglicht. Das Haus beherbergt überwiegend Pflanzenwuchskammern für Forschungszwecke vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Diese Räumlichkeiten liegen im Kern des Gebäudes und haben keinen direkten Bezug zu der Fassade nach außen. Die Kammern sind umgeben mit Flur- und Schleusensystemen. Diese Laborräume sind als S3 realisiert.

Die Sanierung erfolgte im laufenden Betrieb und umfasste die Beseitigung der asbesthaltigen Fassadenbekleidung, die Erneuerung einer tragfähigen Unterkonstruktion, gespannt von Decke zu Decke, und die Aufbringung von neuen Eternittafeln. Das Dach wurde saniert und die darauf befindliche Gebäudetechnik eingehaust.

Die Gebäudestruktur auf dem Max-Planck-Campus in Tübingen besteht aus großformatigen Einzelkubaturen. Der Laborbau wurde daher bewusst mit einer einheitlichen und homogenen Verkleidung versehen und erhielt damit eine Stärkung als klar ablesbare Kubatur. Die bestehenden Gebäudeöffnungen erhalten kräftig akzentuierte Stahllaibungsfaschen und geben dem Gesamtbau eine neue Proportion. Die Proportion der einzelnen Faschen erfolgt frei in unterschiedlicher Größe. Ihre Anordnung ist asymmetrisch. Die Wandverkleidung ist dunkel und kontrastiert zu den hellen Faschen. Der Baukörper erfährt eine Stärkung.

Bauherr

Max-Planck-Gesellschaft, München

Standort

Max-Planck-Campus, Tübingen

Leistung

Entwurf, Planung, Ausschreibung, Bauleitung

Fertigstellung

2009

Bruttogeschossfläche

1.280 qm

Fassadenfläche

758 qm

Fotografie

Dietmar Strauß Bildermacher